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Klima

Der Klimawandel zählt zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb setzen wir uns in den Anbaugebieten unserer Produkte aktiv dafür ein, Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau über den Transport bis hin zu Energieverbrauch und Abfallmanagement – konsequent zu reduzieren. Als weltweit erster Obst- und Gemüseimporteur verfügen wir über von der Science Based Targets initiative (SBTi) validierte Klimaziele für Scope 1, 2, 3 sowie FLAG. Damit leisten wir einen messbaren Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Validierte CO₂-Reduktionsziele

Etwa 99 % unserer Emissionen entstehen außerhalb unserer eigenen Standorte – vor allem entlang unserer Lieferkette. Daher berücksichtigen unsere Klimaziele neben Scope 1- und Scope 2-Emissionen auch Scope 3-Emissionen einschließlich FLAG (Forest, Land and Agriculture – Wald, Land und Landwirtschaft). Die Validierung durch die SBTi bestätigt unseren Anspruch, Klimaschutz ganzheitlich umzusetzen und unseren ökologischen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren. Sie zeigt zugleich, dass wir Verantwortung über unsere eigenen Unternehmensgrenzen hinaus übernehmen. 

CO₂-Reduzierung bei unseren Erzeugern

Der Agrarsektor ist stark von der Landnutzung abhängig und zugleich besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, trägt jedoch auch selbst zu Treibhausgasemissionen bei. Gemeinsam mit unseren Erzeugern arbeiten wir daran, CO₂-Emissionen nachhaltig zu senken – etwa durch den Einsatz erneuerbarer Energien, einen effizienteren Umgang mit Düngemitteln sowie klimafreundlichere Transportkonzepte. Durch den Einsatz moderner Technologien machen wir Emissionen messbar und entwickeln konkrete Maßnahmenpläne. Indem wir Fortschritte transparent teilen, fördern wir kontinuierliche Verbesserungen und inspirieren weitere Erzeuger, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. 

CO₂-Reduzierung in unseren eigenen Prozessen

Nachhaltigkeit beginnt bei unseren eigenen Abläufen. An unseren Standorten beziehen wir ausschließlich Ökostrom, erzeugen zusätzlich Energie über mehr als 2.000 Solarmodule und nutzen die Abwärme unserer Betriebshalle zur Beheizung des Gebäudes. So verringern wir unseren Gasverbrauch deutlich. Bereits 95 % unserer Fahrzeugflotte sind elektrisch unterwegs. Unser Standort in Maasdijk wurde mit dem Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM-NL Excellent ausgezeichnet, und das gesamte Gebäude ist mit moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Ein umfassendes Energieaudit alle vier Jahre stellt sicher, dass wir unsere Energieeffizienz kontinuierlich messen, bewerten und weiter verbessern. 

Möglichst viel Seefracht

Der Transport macht etwa 30 % unserer gesamten Emissionen aus. Daher setzen wir konsequent auf emissionsärmere Transportlösungen und bevorzugen, wann immer möglich, den Seeweg gegenüber der Luftfracht. Rund 95 % unseres Obst- und Gemüsesortiments erreichen uns per Schiff oder Lkw. Besonders bei unseren Schwerpunktprodukten zeigt sich dieser Ansatz deutlich: 98 % der Avocados werden per Schiff transportiert, und Mangos gelangen ausschließlich auf dem Seeweg zu uns. In bestimmten Jahreszeiten bleibt Luftfracht für einzelne Produkte notwendig, wenn nur so die gewünschte Frische gewährleistet werden kann. Gleichzeitig prüfen wir fortlaufend neue Möglichkeiten, Transporte auf klimaeffizientere Alternativen umzustellen.

Nachhaltig verpacken

Wir entwickeln kontinuierlich neue, nachhaltigere Verpackungslösungen für unsere Produkte. Dabei orientieren wir uns an folgenden Grundsätzen:

  • Eine möglichst lange Haltbarkeit unserer Produkte steht im Mittelpunkt, denn sie hilft, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und beste Qualität sicherzustellen.
  • Um Verpackungsabfälle zu minimieren, setzen wir bevorzugt auf Monomaterial-Verpackungen, die sich besonders gut recyceln lassen.
  • Wir verwenden ausschließlich hochwertige Materialien aus verantwortungsvollen Quellen.
  • Wo es möglich ist, geben wir Verpackungen ein zweites Leben und setzen auf Wiederverwendung.

Lebensmittelverschwendung vermeiden durch vollständige Nutzung

Unser Ziel ist es, Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette so gering wie möglich zu halten. Produkte, die nicht unseren Qualitätsstandards entsprechen, werden weiterverarbeitet – etwa zu Püree, Saft, Guacamole oder Öl. Auf diese Weise werden 100 % unserer Avocados verwertet. Mindestens einmal pro Woche spenden wir Obst und Gemüse an die Tafel. Übrig gebliebene Restströme aus der Produktion werden zudem zur Gewinnung von Biogas eingesetzt. Gemeinsam mit unserem norwegischen Partner BAMA testen wir außerdem den Avocado-Scanner von OneThird. Die Technologie hilft Verbrauchern dabei, reife Avocados gezielt auszuwählen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.

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