Zurück zu Sorge für Mensch und Natur

Unsere gemeinsamen Initiativen

Wasser ist eine gemeinsame Ressource – und damit auch eine gemeinsame Verantwortung. Da viele Menschen und Organisationen auf dieselben Wasserquellen angewiesen sind, kann verantwortungsvolle Wasserbewirtschaftung nur durch Zusammenarbeit gelingen. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit Erzeugern, Behörden, NGOs und Universitäten innovative Lösungsansätze. In Chile, Peru und Spanien treten wir sowohl als Initiator als auch als aktiver Partner gemeinsamer Initiativen auf.

Zusammenarbeit für lokale Verbesserungen

Aconcagua, Chili

Das chilenische Aconcagua-Tal zählt zu den wichtigsten Anbaugebieten für Avocados und zahlreiche weitere Obstsorten. Seit 2019 engagiert sich Nature’s Pride dort gemeinsam mit regionalen Partnern für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung. Ein von uns aufgebautes Netzwerk lokaler Erzeuger koordiniert heute Aktivitäten rund um verantwortungsvolle Wassernutzung in der Region. Inzwischen umfasst das Aconcagua-Netzwerk etwa 30 % der gesamten Anbaufläche im Tal. 

Zukunftssichere Obstproduktion

Aconcagua, Chili

Gleichzeitig haben wir in Chile enge Partnerschaften mit lokalen Behörden aufgebaut und internationale Einkäufer eingebunden, um die Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette zu stärken. Diese Kooperation ist unter dem Namen Aconcagua Partnership bekannt. Auch das niederländische Regierungsprogramm ‚Partners for Water‘ ist Teil dieser internationalen Zusammenarbeit. Im Jahr 2025 verabschiedeten die Partner der Aconcagua Partnership – Erzeuger, Einkäufer und Behörden – eine neue ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie. Neben verantwortungsvollem Wassermanagement stehen dabei der Schutz der Biodiversität sowie die langfristige Zukunftssicherung der Obstproduktion im Mittelpunkt. Nature’s Pride unterstützt diesen Prozess aktiv und bringt Wissen und Erfahrungen ein, um ambitionierte und zugleich konkrete Nachhaltigkeitsziele zu ermöglichen. 

Kollektive Maßnahmen

Ica, Peru

Auch die Region Ica in Peru ist ein bedeutendes Anbaugebiet für Produkte wie Avocados, grünen Spargel und Heidelbeeren. Die dortigen kollektiven Initiativen wachsen seit mehreren Jahren kontinuierlich. Unser Ziel ist es, das Einzugsgebiet widerstandsfähiger zu machen und die Wassernutzung für Ökosysteme, lokale Gemeinschaften, Landwirtschaft und weitere wirtschaftliche Aktivitäten in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen. Ein besonderes Merkmal dieser Zusammenarbeit ist die Verbindung zwischen den Erzeugern im Tal und den Gemeinschaften des Andenhochlandes, wo Regenwasser seinen Ursprung nimmt und das Einzugsgebiet speist. 

Nachhaltige Wasserlösungen

Ica, Peru

In Ica konzentrieren wir uns darauf, sowohl das natürliche als auch das soziale Kapital in den höher gelegenen Regionen des Einzugsgebiets zu stärken. Auf rund 4.000 Metern Höhe arbeiten wir gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften an der Pflege von Versickerungsgräben und an der Wiederherstellung natürlicher Vegetation. So kann Wasser besser gespeichert, das Grundwasser aufgefüllt und Bodenerosion wirksam reduziert werden. 

Einbindung lokaler Gemeinschaften

Ica, Peru

In unserem Projektgebiet in Ica, Peru, unterstützen wir lokale Gemeinschaften zudem technisch dabei, hochwertigere Alpaka-Wolle zu produzieren. Diese Aktivitäten verbinden bewusst die Stärkung des natürlichen Kapitals mit der Förderung des sozialen Kapitals. Gemeinschaften, die historisch wirtschaftlich benachteiligt waren, werden zu zentralen Hütern dieser sensiblen Hochlandlandschaft. Der Schutz der Natur (natürliches Kapital) und die Verbesserung der Lebensbedingungen (soziales Kapital) gehen hier Hand in Hand.  

Starkes lokales Netzwerk

Doñana-Huelva, Spanje

Die Region Doñana-Huelva in Spanien gehört zu den wichtigsten Anbaugebieten für Beerenobst. Unser kollektives Netzwerk vereint Erzeuger, NGOs, Wissenschaftler, Importeure, Einzelhändler und Behörden. Mit dem Beitritt der Fundación Biodiversidad und des Technischen Büros für Doñana wurde diese Zusammenarbeit weiter gestärkt und regional fest verankert. Gemeinsam mit WWF Spanien entwickelten wir eine Scorecard zur Bewertung legaler Wasser- und Landnutzung. Auditoren sowie technisches Fachpersonal der Erzeuger wurden umfassend darin geschult. 

Renaturierung der Flusszone durch gemeinsames Handeln

Im Rahmen der spanischen Initiative engagierten wir uns für die Wiederherstellung des ökologischen Korridors Cañada. Das Gebiet war durch intensive Landwirtschaft, Urbanisierung und den Verlust natürlicher Vegetation stark beeinträchtigt. Gemeinsam mit der lokalen Bewässerungsgemeinschaft, Behörden und Schulen wurde Abfall entfernt und die Flusslandschaft schrittweise renaturiert. Uferbereiche wurden mit einheimischen Baumarten wie Esche, Pappel und Wacholder bepflanzt. Ein mehrjähriger Plan stellt die kontinuierliche Überwachung und Pflege sicher. 

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